Analytik-Praktikum

Chemie-Leistungskurs besuchte am 22. November den Chemie-Fachbereich der Uni Münster.


Analytik-Praktikum

Die Universität Münster bietet Chemie-Leistungskursen einmal im Jahr in einer Novemberwoche die Möglichkeit, einen Nachmittag in einem Hochschullabor zu verbringen und dabei einen Einblick in aktuelle analytische Methoden und deren Anwendungen zu gewinnen. Diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen, und so starteten wir am 22.11. um 11 Uhr mit dem Sprinterbus Richtung Münster. Gemäß Florians Recherche sah der günstigste Weg in Münster auch einen kleinen Fußmarsch vor (zum Glück bei trockenem Wetter), bevor wir mit einem Linienbus unseren Bestimmungsort, das Institut für Anorganische und Analytische Chemie, erreichten.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung durch den Leiter des Praktikums, Herrn Holtkamp, konnte es endlich richtig losgehen. Sechs verschiedene Experimente (Kapillarelektrophorese, Atomabsorptionsspektroskopie, Fluoreszenzspektroskopie, Hochleistungsflüssigchromatographie, Ionenchromatographie, Totalreflexionsröntgenfluoreszenzanalyse) unter Einsatz von komplizierten (und wahrscheinlich unheimlich teuren) Analysegeräten standen zur Auswahl, die in Vierergruppen unter Anleitung von studentischen Hilfskräften bearbeitet werden konnten. Sowohl vom theoretischen Background als auch von der Geräteausstattung bedeutete jedes dieser sechs Experimente absolutes Neuland für die Schüler, da nichts davon auch nur ansatzweise in den Lehrplänen für die SEK II oder in den Schullaboren enthalten ist. So kompliziert die Methoden auch sein mögen, es waren doch alltägliche Fragestellungen, die untersucht werden konnten: Wie hoch ist der Calciumgehalt des Münsteraner Leitungswassers, welche Säuren sind im Weißwein enthalten, wie hoch ist die Konzentration des hochgiftigen Formaldehyds im Zigarettenrauch?

Viel zu schnell war die Experimentierzeit auch schon wieder vorbei, und nach einer kurzen Nachbesprechung, auf der die Methoden und Ergebnisse noch untereinander ausgetauscht wurden, machten wir uns wieder auf den Rückweg, nicht aber ohne den von Alex wärmstens empfohlenen Abstecher zur „hot dog station“ in die Münsteraner Innenstadt unternommen zu haben. Wer wollte, konnte sich also noch mit einem hot dog stärken (die Schüler) oder aber in einer nahe gelegenen großen Buchhandlung etwas Fachliteratur schmökern (der Lehrer).

 

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