Ursula Schulte, MdB am Euregio

Schüler fragen, SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte antwortet, „Glauben Sie, dass die EU zusammenbricht?“ - Besuch im Euregio-Gymnasium Bocholt

Pressemitteilung von Montag, 21. Juni 2018 - Ursula Schulte, MdB

Bocholt. Viele Fragen an die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte hatten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 des Euregio-Gymnasiums Bocholt am heutigen Mittwoch. Eingeladen hatte das jüngste der vier Bocholter Gymnasien, um so unterschiedliche Themen wie die Zukunft der Europäischen Union, den Stand der aktuellen Flüchtlingsdiskussion, gesunde Ernährung und Lebensmittelverschwendung mit der SPD-Politikerin zu diskutieren.

„Ich freue mich immer, wenn ich Einladungen von Schulen erhalte, weil ich merke, dass gerade Schülerinnen und Schüler an politischen und gesellschaftlichen Themen großes Interesse haben. Schließlich geht es bei allen Fragen um die Zukunft der jungen Menschen. Gemeinsam müssen wir diese Zukunft gestalten. Dazu brauchen wir unterschiedlichen Sichtweisen“, erklärt Ursula Schulte ihr Engagement.

Auf die Frage, ob die Europäische Union (EU) zusammenbreche, meinte Ursula Schulte, dass die EU ein großer Gewinn gerade für Deutschland sei. Zudem sei die EU ein einzigartiges Friedensprojekt. Allerdings solle sie sich vor allem um die „großen Themen“, wie eine gemeinsame Außenpolitik, einheitliche Asylstandards oder die Regulierung von international agierenden Konzernen kümmern. Wichtig sei auch der Bürokratieabbau, daran würden viele verzweifeln.

Auch das Asylrecht interessierte die Schülerinnen und Schüler. Für Ursula Schulte ist klar: „Wir stehen zum Grundrecht auf Asyl und zur Genfer Flüchtlingskonvention. Allerdings benötigen wir schnellere Verfahren und vor allem ein Fachkräfte-Einwanderungsgesetz. Klare Regeln sind notwendig, damit die Bevölkerung die Aufnahme von Flüchtlingen begleiten und langfristig akzeptieren kann. Diejenigen, die nicht anerkannt werden, müssen wieder in ihre Heimat zurückkehren“, so Ursula Schulte.

Für die SPD-Bundestagsabgeordnete, die u.a. im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft arbeitet, war die Meinung der Schülerinnen und Schüler zum Thema „Gesunde Ernährung“ besonders wichtig. „Wir sollten den Weg in die ‚To-Go-Gesellschaft‘, in der nur noch der schnelle Verzehr gilt, nicht weiter mitgehen. Wir müssen wieder lernen, selber zu kochen und uns Zeit nehmen für gemeinsame Mahlzeiten. Ernährungswissen muss in den Schulen und KiTas vermittelt werden“, erklärt die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Zum Thema ‚Lebensmittel-verschwendung‘ merkte eine Schülerin an, dass die großen Fastfood-Ketten mit gutem Beispiel vorangehen könnten.

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